zurück Start 1.Reisetag - Mi, 21.6.2000 weiter

Route: 8km

Erlebnisse:

Für den Autoreisezug nach Avignon oder Narbonne hatten Glen, Mitch und ich keine feste Buchung, sondern standen nur auf der Warteliste. Doch Hajo, ein Freund, der bei der Deutschen Bundesbahn am Ostbahnhof arbeitet, hatte uns geraten, einfach auf gut Glück am Bahnhof vorbeizuschauen. Ein paar Motorräder sind oft noch auf dem Zug unterzubringen und falls nicht, könnten wir ja normal selbst weiterfahren. Doch Gott sei dank mußten wir das nicht. Wir bekamen tatsächlich ein Last-Minute-Ticket bis Narbonne.

Bei der Verladung erzählte mir das Verladepersonal wilde Diebstahlgeschichten aus Südfrankreich, um mich dazu zu bringen, kein Gepäck am Motorrad zu lassen. Ich hörte auf sie und schleppte nach dem Verzurren der Maschinen schwitzend in Lederkombi und Helm meinen Tankrucksack, Satteltaschen, Rucksack und Gepäckrolle in unser Zugabteil. In der brütenden Mittagshitze hatte ich das Gefühl, jeden Moment zusammenzuknicken. Die Zeit bis zur Abfahrt nutzen wir dann noch, um im Kunstpark Ost mittagzuessen.

Die Zugfahrt war recht angenehm. Wir ließen uns durch das offene Abteilfenster den warmen Sommerwind um die Nase wehen. Allerdings verwirrte uns, daß der Zug sehr oft auf freier Strecke anhielt. Irgendwann kam dann eine Durchsage, daß die Strecke zwischen Stuttgart und Karlsruhe aufgrund eines Böschungsbrandes nur eingleisig befahrbar sei. Da wir ein Zug mit niedriger Priorität seien, müßten wir leider warten. Das Personal würde aber alles daran setzen, die Verspätung in der Nacht wieder aufzuholen. Na gut!

Wir blödelten noch ein wenig mit der Zugbegleiterin, Frau Schmidt, herum. Nach dem Abendessen im Speisewagen versorgten wir uns noch mit Bier. Als das zur Neige ging, war es Zeit, in die Kojen zu steigen.

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