zurück Start 21.Reisetag - Do, 14.8.97 weiter

Route: 290km
  • Fidjeland
  • 45, Suleskard
  • 45, Nomeland
  • 39, Valle
  • 39, Flateland
  • 45, Dalen
  • 45, Ofte
  • 11, Brunkeberg
  • 11, Seljord
  • 11, Notodden
  • 11, Buvatnet
  • Hüttenbezug
  • 11, Saggrenda
  • Knutehytta
  • Saggrenda
  • 11, Buvatnet
Karte
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Wetter: Sonne pur

Erlebnisse:
Vormittags machten wir einen letzten Versuch, die K75 zum Laufen zu bringen, indem wir die Wasserpumpe nochmal komplett zerlegten und die Simmerringe ein bißchen anders montierten. Ich half Manfred, obwohl ich wenig Hoffnung hatte und in Gedanken schon an dem Problem arbeitete, wie wir sein Gepäck und ihn auf die anderen drei Motorräder verteilen sollten. Beim Probelauf nach dem Zusammenbau leckte die Wasserpumpe dann tatsächlich wieder. Das bedeutete, daß Manfred die BMW definitiv in Norwegen stehen lassen mußte. Nach einer kleinen Beruhigungspause und einem organisatorischen Gespräch mit dem Werkstattbesitzer fuhren wir zurück zur Hütte. Jochen und Rolf hatten inzwischen für unsere Abreise aufgeräumt. Nach dem Beladen der Motorräder fuhren wir noch kurz zu einem Hotel in der Nähe, um ein paar Faxe zu versenden. Dann starteten wir endlich in Richtung Oslo.
Zufahrt zum Stollen
Einfahrt in den Stollen
Abendstimmung
Die Pausen wurden heute alle durch Manfred festgelegt, da er auf der Sprint hinten scheinbar nicht sonderlich bequem saß und stündlich seine Beine, Gesäß und Rücken entspannen wollte. Da ich fast bis ans zulässige Gesamtgewicht beladen war, fuhr ich insgesamt etwas langsamer. Jochen war das scheinbar etwas zu gemütlich und er übernahm die Führung der Gruppe. Gegen Abend unterlief ihm dann der gleiche Fehler wie mir einige Tage zuvor: Er fuhr und fuhr und vergaß scheinbar, nach einer Hütte Ausschau zu halten. Nachdem er bereits an einigen vorbeigefahren war, hielten Rolf und ich einfach an der nächsten an, in dem Glauben, Jochen würde es nach einer der nächsten Kurven bei einem Blick in den Rückspiegel merken. Doch weit gefehlt. Es dauerte fast eine halbe Stunde, bis Jochen zurückkam.
Zum Kochen waren wir zu faul. Außerdem hatten wir wohl die kleinste Hütte auf unserer ganzen Reise bezogen. Wir begnügten uns mit ein paar Hamburgern in der Fernfahrerkneipe nebenan - kein sonderlicher kulinarischer Genuß.
Danach starteten Manfred und ich wieder zu einer kleinen Abendspazierfahrt, diesmal zu zweit auf einem Motorrad. Wir fuhren die Schotterstrecke zur Knutehytta hinauf und kamen dabei an ein paar winzigen Bergwerksstollen aus dem 18.Jahrhundert vorbei. An einem davon hielten wir an und gingen hinein. Leider sahen wir nach ca. 20m nichts mehr. Ich grinste Manfred an und stellte fest, daß wir doch eigentlich ein Licht dabeihaben - das vom Motorrad. Smiley Ich holte die Sprint und fuhr ein Stück in den engen Stollen hinein. Nun kamen wir einige Meter weiter bis zu einem senkrechten Schacht nach oben. Leider konnten wir den Scheinwerfer nicht beliebig lange brennen lassen, da wir den Motor wegen Vergiftungsgefahr nicht laufen lassen konnten. Bei der Weiterfahrt kreuzten wir einige Male einen Wasserkanal aus Holz und kleinen Dämmen. Weiter oben konnten wir einer Tafel entnehmen, daß es sich dabei um einen Teil eines 30km langen Stausee- und Kanalsystems aus dem Jahr 1711 handelte, mit dem die alten Minen und Ortschaften mit Wasser (und Wasserkraft?) versorgt worden sind. Bei der Rückfahrt zur Hütte erlebten wir noch eine wundervolle Abenddämmerung mit dem Mond über dem Tal. Wir konnten es uns nicht verkneifen, bei dieser tollen Stimmung noch ein paar "Poserfotos" zu machen. Smiley

Übernachtung:
Hütte
Buvatnet
bei Saggrenda
59°37,8' N - 009°29,8' E

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