zurück Start 18.Reisetag - Mo, 11.8.97 weiter

Route: 296km
  • Jørpeland
  • 13, Oanes
  • Fähre, Lauvvik
  • 13, Høle
  • 508, Oltedal
  • 45, Gilja
  • Frafjorden
  • Gilja
  • 45, Byrkjedal
  • 45, Svartevatn
  • 45, Ortevatn
  • Lysefjordveien oben
  • Ortevatn
  • 45, Fidjeland
  • Hüttenbezug
  • 45, Ortevatn
  • Unfall Manfred
  • Ortevatn
  • 45, Fidjeland
  • Pause
  • 45, Ortevatn
  • Lysebotn
  • Tangen
  • Ortevatn
  • 45, Fidjeland
Karte
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Wetter: Sonne pur

Erlebnisse:
Unser nächstes Ziel lag am anderen Ende des Lysefjords. Deswegen verließen wir heute den Campingplatz in Jørpeland wieder. Als wir in Oanes auf die Fähre warteten, konnten wir in der Ferne die Baustelle der Hängebrücke über den Lysefjord sehen. Wir rätselten ein bißchen, wie man so eine Brücke baut, insbesondere, wie man die Fahrbahn einhängt. Wir kamen zu keinem Schluß. Ich nahm mir vor, zuhause mal Jürgen oder meinen Vater, beides Bauingenieure, zu fragen.
Auf der felsigen Hochebene um den Lysefjord gab es leider keine Hütten. Deswegen fuhren wir ca. 40km zurück nach Fidjeland, wo wir die luxuriöseste Hütte unserer Reise bezogen. Sie hatte über 50 Quadratmeter, Bad, zwei Zimmer, eine große Kochnische und einen großen Raum. Trotzdem kostete sie nur 350,-nKr pro Nacht.
Nach dem Einkaufen und Mittagessen fuhren Manfred und ich nochmal in Richtung Lysefjord los, um die 27 Serpentinen des Lyseveien dort auszuprobieren Smiley und uns über Besichtigungsmöglichkeiten des Wasserkraftwerks mit über 900m Fallhöhe und die Bergtour zum Kjerakbolten zu erkundigen. Doch leider kamen wir dort nicht an, weil Manfred eine Weiderost-Kurven-Kombination nicht ganz schaffte und über ein paar Felsbrocken in der Botanik landete. Manfred überstand das zwar ohne Schaden, aber seine K75 leider nicht. Als ich ihm beim Aufheben und Zurückschieben auf die Straße half, sah ich gerade noch die letzten Tropfen Kühlerwasser aus dem abgebrochenen Wasserpumpenflansch tropfen. Das bedeutete erst einmal das Aus für Manfreds Motorrad und wir fuhren nach einer angemessenen Beruhigungspause gemeinsam auf der Sprint zur Hütte zurück. Dort telefonierte Manfred mit seiner Auslandsschutz-Versicherung und organisierte einen Abschleppwagen, der die BMW zur nächsten Werkstatt in Svartevatn bringen konnte.
Lyseveien
Mautpferd
Da ich nicht mehr benötigt wurde, fuhr ich nochmal alleine zum Lysefjord, sah mir in Ruhe die Landschaft an und machte noch einige schöne Aufnahmen. Auf dem Weg dorthin und zurück kam ich heute nun schon zum fünften und sechsten Mal an einem Pferd vorbei, das immer mitten auf der Straße stand. Als ich anhielt, kam es her und begann sofort, mich und das Motorrad überall abzuschlecken. Später sollten wir hinter das Geheimnis dieses Pferdes kommen. Wie wir selbst an zwei Tagen mehrfach beobachten konnten, läßt es keine Autos durch, solange nicht irgendwer ihm ein Stück Kuchen oder sonstiges zu Fressen gibt. Dieses Pferd ist so bekannt, daß wir es später sogar auf einem Kalender entdeckten, mit dem Untertitel Lyse-Mautpferd Smiley.
Als ich zur Hütte zurückkam, war nur Jochen da. Manfred und Rolf waren gerade mit dem Abschleppdienst unterwegs. Nach ihrer Rückkehr begann Manfred, wie wild abwechselnd mit BMW in Stavanger, BMW in München, der Werkstatt in Svartevatn und seiner Versicherung zu telefonieren. Bis zum Abendessen hatte er erreicht, daß ihm aus München eine Ersatzwasserpumpe auf schnellstem Weg geschickt wird. Im Prinzip paßte es ganz gut, daß wir uns für morgen eine Bergtour vorgenommen hatten und dazu Manfred leicht bei mir mitfahren konnte.

Übernachtung:
Apartement-Hütte
Torjus Fidjeland
Sirdal 4443 Tjørhom
Tel 38 37 11 69
59°57,4' N - 006°55,8' E

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